FIM EWC: Drama und Triumph in Le Mans.

19. April 2026

Le Mans. Der Saisonauftakt der FIM Endurance World Championship 2026 (FIM EWC) wurde für BMW Motorrad Motorsport zu einer emotionalen Achterbahnfahrt. Bei den legendären 24 Stunden von Le Mans lag das BMW Motorrad World Endurance Team mit der #37 BMW M 1000 RR bis zum Morgen komfortabel in Front. Technische Probleme im letzten Renndrittel warfen das BMW Werksteam jedoch zurück. Mit der Führung bei den wichtigen 8- und 16-Stunden-Marken sowie Platz zwölf in der EWC-Klasse im Ziel gab es dennoch wichtige Punkte. Bestes BMW Team war ERC Endurance #6 mit dem überzeugenden vierten Rang. Dahinter folgte das BMW Motorrad Motorsport Official Team Japan, AutoRace Ube Racing, auf Rang fünf. Ein herausragender sechster Rang und damit der überlegene Sieg in der Superstock-Klasse ging an die #38 BMW M 1000 RR von Champion-HERT powered by MRP.

Das Werkstrio auf der #37 BMW M 1000 RR, Michael van der Mark, Markus Reiterberger und Steven Odendaal, trumpfte schon im zweiteiligen Qualifying auf. Sie verpassten die Poleposition nur um 0,032 Sekunden. Von Startplatz zwei ging es in den 24-Stunden-Marathon, und Stunde um Stunde lief es ganz nach Plan. Nach acht und 16 Stunden sammelte das BMW Motorrad World Endurance Team die Zusatzpunkte für die Führung ein, und komfortabel an der Spitze des Feldes ging es in den neuen Tag. Doch dann traten verschiedene technische Probleme auf, in der Schlussphase folgte eine lange Reparaturpause. Die Mannschaft konnte jedoch noch einmal auf die Strecke und das Rennen beenden. So reist das BMW Motorrad World Endurance Team auf Rang sechs der Weltmeisterschaftswertung aus Le Mans ab.

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Von Startplatz neun arbeitete sich das Team ERC Endurance #6 über die 24 Stunden immer weiter nach vorn. So bejubelten Kenny Foray, David Checa und Neuzugang Marcel Schrötter am Ende den hervorragenden vierten Gesamtrang. AutoRace Ube, mit Sylvain Guintoli, Hannes Soomer und Naomichi Uramoto im Sattel der #76 BMW M 1000 RR, mischte ebenfalls im Kampf der Top-Teams mit und sicherte sich Rang fünf.

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In der Superstock-Klasse war die BMW M 1000 RR einmal mehr das Bike, das es zu schlagen galt. Im Qualifying jubelte das japanische Team Étoile (#25) über die Poleposition, das Team Tecmas – Minerva Oil (#9) holte Startplatz zwei. Im Rennen übernahm dann Champion-HERT Powered by MRP mit der #38 BMW M 1000 RR das Kommando. Balint Kovacs, Jan Bühn, Loris Cresson und Mate Szamado feierten nicht nur souverän den Superstock-Sieg. Mit Gesamtrang sechs sorgten sie zudem für Aufsehen.

Die zweite Runde der FIM EWC 2026, das Acht-Stunden-Rennen im belgischen Spa-Francorchamps, wird Anfang Juni ausgetragen.

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Stimmen nach dem Saisonauftakt in Le Mans.

Sven Blusch, Leiter BMW Motorrad Motorsport: „Trotz allem können wir sehr stolz auf unsere Leistung in Le Mans sein. Natürlich war es nicht das Ende, das wir uns erhofft haben. Wir hatten einen extrem harten, aber sehr guten Vorbereitungswinter und konnten uns in allen Bereichen noch einmal verbessern – was wir, glaube ich, bis Stunde 16 auch eindrucksvoll beweisen konnten. Unsere Effizienz hat sich gesteigert. Mit allen drei Fahrern, Mickey, Markus und Steven, haben wir einen tadellosen Job gemacht, und die Boxenstopps haben sehr gut funktioniert. Leider hat es am Ende nicht gereicht. Dennoch sind wir umso mehr stolz, dass wir das Motorrad noch über die Ziellinie bekommen und wichtige Punkte geholt haben. Sehr stolz sind wir auch auf das, was unsere Kunden geleistet haben. Wir konnten die Plätze vier, fünf und sechs sichern. ERC hat als bestes BMW Team eine extrem starke Rennpace gezeigt, mit den Fahrern Kenny, David und Marcel bei seinem 24-Stunden-Debüt. Das AutoRace Ube Racing Team ist bei seinem ersten Start direkt ebenfalls in die Top-5 gefahren – eine absolute Top-Leistung. Wir haben dort das Potenzial gesehen, das das sehr starke Fahrertrio Naomichi, Sylvain und Hannes aus dem Bike herausholen kann. Wir möchten James Bungo und Uwe Reinhardt für diese Leistungen danken. Absolut brillant ist, dass wir mit Champion-HERT mit über zehn Runden Vorsprung die Superstock-Klasse gewonnen haben. Nun ist ab morgen harte Arbeit angesagt, um die Vorbereitung für Spa anzugehen. Dort geht der Kampf um den WM-Titel weiter.“

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Werner Daemen, Teammanager BMW Motorrad World Endurance Team: „Das Wochenende hat sehr gut angefangen. In allen Trainings waren wir die Schnellsten. Wir hatten ein perfektes Qualifying, auch wenn wir 0,03 Sekunden hinter YART waren. Auch der Start ins Rennen war gut. Ich denke, wir hatten die beste Strategie beim Spritverbrauch und sind kein Risiko eingegangen. Dann hatten wir morgens ein kleines technisches Problem. Wegen dieses Problems hat Michael einen anderen Fahrer getroffen, und wir sind gestürzt. Später, nach dem Sturz, hatten wir ein kleines Ölleck. Später trat ein anderes technisches Problem auf. Ich kann noch nicht sagen, was es ist, da wir es noch im Detail untersuchen müssen. Aber am Ende haben wir als Team ein sehr gutes Ergebnis erzielt. Und jetzt geht es nach Spa, wo ich hoffe, dass wir um den Sieg fahren.“

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Michael van der Mark, BMW Motorrad World Endurance Team: „Es war fantastisch, aber mit einem bittersüßen Ende. Ich hatte hier eine richtig tolle Zeit. Das ganze Team hat einen super Job gemacht. Wir hatten ein herausragendes Bike, und auch Steven und Markus waren wirklich stark und konstant. Und ehrlich gesagt hat das Team diesen Winter großartige Arbeit geleistet. Wir haben in den ersten acht Stunden und nach 16 Stunden viele Punkte geholt. Leider hatten wir heute Morgen dann ein paar Probleme, und ich hatte einen kleinen Sturz. Danach wurde es einfach immer schlimmer und schlimmer. Das ist schade, aber wir haben gezeigt, wie schnell und wie konstant wir sind. Am Ende haben wir noch ein paar Punkte gesammelt. Und ich denke, deshalb kann ein Endurance-Race eines der schönsten Rennen der Welt sein, aber auch eines der grausamsten.“

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Markus Reiterberger, BMW Motorrad World Endurance Team: „Das Rennen war eigentlich gut. Wir hatten einen super Rhythmus. Alle drei Fahrer waren schnell, und die Spritstrategie war einwandfrei. Wir konnten viele, viele Runden mehr fahren als die Konkurrenz und haben dadurch die Acht- und 16-Stunden-Punkte geholt. Alle Fahrer waren gut drauf und das Team hat perfekt zusammengearbeitet. Leider ging es dann los: ein kleiner Fehler am Bike, der aber schnell behoben wurde. Dann der Crash von Michael, der kleine Folgeschäden mit sich gezogen hat, und am Ende hatten wir wieder ein Problem. Aber wir konnten es ins Ziel retten und zumindest die Punkte mitnehmen. Wir sind natürlich sehr enttäuscht, weil wir endlich Le Mans gewinnen wollten, und ich glaube, dieses Jahr hätten wir das Zeug dazu gehabt. Aber wir stecken den Kopf nicht in den Sand, wir sind immer noch dabei. Vielen Dank an das ganze Team: Sie haben alles gegeben und richtig gute Arbeit geleistet, und ich hoffe und denke, dass sie irgendwann dafür belohnt werden.“

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Steven Odendaal, BMW Motorrad World Endurance Team: „Insgesamt finde ich, dass das Team wirklich gute Arbeit geleistet hat. Meine Teamkollegen haben sich enorm reingehängt und es wirklich gut gemacht. Nachdem ich wegen einer Verletzung wusste, dass das Rennen schwierig werden würde, war es schon eine Leistung, überhaupt ins Ziel zu kommen, ohne meinen Teamkollegen zusätzliche Arbeit aufzubürden. Das war an sich bereits ein Erfolg. Leider ist die Art, wie es geendet hat, wirklich traurig, aber daran können wir nichts ändern. Ich denke, es gibt ein paar Dinge, die wir für die Zukunft lernen können, und wir machen weiter. Wir haben an diesem Wochenende so viele Punkte gerettet, wie wir konnten, und jetzt schauen wir, was beim nächsten Rennen passiert.“

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