FIM EWC: Historisches Podium in Suzuka!

5. Juli 2026

Suzuka. BMW Motorrad Motorsport und das BMW Motorrad World Endurance Team feiern einen historischen Erfolg: Das Team hat mit der #37 BMW M 1000 RR den ersten Podiumsplatz für einen europäischen Hersteller bei den Suzuka 8 Hours geholt. Bei extrem tückischen Bedingungen sicherten sich Michael van der Mark, Markus Reiterberger und Steven Odendaal den dritten Platz. Der japanische Langstreckenklassiker wird seit 1978 ausgetragen, und bisher gelang es keiner europäischen Marke, auf das Podest zu fahren – bis zur Auflage 2026. Zu den ersten Gratulanten gehörte Markus Flasch, Leiter BMW Motorrad, der in Suzuka mit vor Ort war. Suzuka markierte das dritte Rennen der FIM Endurance World Championship 2026 (FIM EWC).

Das BMW Motorrad World Endurance Team war zudem das bestplatzierte fest in die FIM EWC eingeschriebene Team. Denn der Sieg und Rang zwei gingen an starbesetzte Mannschaften von Honda und Yamaha, die eigens für dieses Rennen zusammengestellt wurden. In der Weltmeisterschaftswertung hat das BMW Motorrad World Endurance Team damit weiter aufgeholt.

Die #37 BMW M 1000 RR zeigte sich schon in den ersten Sessions der Rennwoche stark. Nach den ersten beiden Qualifyingsessions lag das Trio van der Mark, Reiterberger und Odendaal auf dem zweiten Rang. Da das traditionsreiche Top-10-Trial wetterbedingt abgesagt werden musste, blieb es bei Platz zwei in der Startaufstellung. Von dort fuhr das BMW Werkstrio bei teils extremem Regen und teils abtrocknender Strecke ein souveränes Rennen, und das Team in der Box leistete einmal mehr hervorragende Arbeit. Die letzte halbe Stunde musste hinter dem Safety Car gefahren werden, weil zu viel Wasser auf der Strecke stand. Nach acht Stunden war es geschafft: Podium für das BMW Motorrad World Endurance Team.

Das BMW Motorrad Motorsport Official Team Japan, das AutoRace Ube Racing Team, begeisterte bei seinem Heimspiel ebenfalls. Naomichi Uramoto und Sylvain Guintoli waren mit der #76 BMW M 1000 RR lange Zeit die bestplatzierte BMW Crew und auf Podiumskurs. Sie fielen dann jedoch aufgrund einer Strafe zurück und wurden am Ende Fünfte. Hannes Soomer, dritter Stammfahrer auf der #76, hatte sich beim privaten Test im Vorfeld des Rennens an der Schulter verletzt und musste vorzeitig abreisen. In den Qualifyings sprang Christophe Ponsson für ihn ein.

Eine Podiumsplatzierung gab es auch in der Superstock-Klasse: Das japanische Team Étoile sicherte sich mit der #25 BMW M 1000 RR den zweiten Rang. Das Team Champion-HERT Powered by MRP belegte mit der #38 BMW M 1000 RR den vierten Platz in der Klasse.

Das Finale der FIM EWC 2026, das 24-Stunden-Rennen Bol d’Or, wird am 19./20. September in Le Castellet ausgetragen.

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Stimmen nach den Suzuka 8 Hours.

Markus Flasch, Leiter BMW Motorrad: „Ein absolutes Wahnsinnsrennen! Ich bin mehr als stolz auf das, was die ganze Mannschaft hier in Suzuka erreicht hat. Dieses Rennen ist das wichtigste Event für die japanischen Hersteller, und sie treten hier mit Stars aus MotoGP und WorldSBK an. Jetzt ist es BMW Motorrad mit unserem Stammteam aus der FIM EWC gelungen, hier auch auf das Podium zu steigen. Bei absolut widrigen Bedingungen haben Mickey, Markus, Steven und die gesamte Mannschaft um Werner Daemen Historisches geschafft. Der erste europäische Hersteller auf dem Suzuka-Podium ist BMW – danke an alle für ihren absolut entschlossenen Einsatz!“

Sven Blusch, Leiter BMW Motorrad Motorsport: „Ein historischer Tag für BMW Motorrad: Nach 47 Jahren haben wir es als erster nicht-japanischer Hersteller aufs Podium geschafft. Das erfüllt uns mit unglaublich viel Stolz. Das Team vor Ort hat einen großartigen Job gemacht, und die Fahrer haben auch unter den schwierigsten Bedingungen die Ruhe bewahrt. Ein ganz herzlicher Dank gilt außerdem allen Daheimgebliebenen, die für uns die Daumen gedrückt haben. Dieser Erfolg ist für uns unglaublich wichtig. Wir wollten unbedingt hier aufs Podium, sind wieder zurück im Meisterschaftskampf und haben bewiesen, dass die BMW M 1000 RR auch im Heimatland von Honda konkurrenzfähig ist. Herzlichen Glückwunsch an Honda zu einem starken Sieg. Ab morgen gilt unser voller Fokus dem Saisonfinale, dem Bol d‘Or. Ein besonderer Dank geht an unsere drei Fahrer, die einen kühlen Kopf behalten haben – und speziell an Mickey, der es am Schluss souverän nach Hause gefahren hat. Wir sind einfach unglaublich stolz!“

Christian Gonschor, Technischer Direktor BMW Motorrad Motorsport: „Es erfüllt mich mit Stolz, dass wir der erste europäische Hersteller sind, der sein Motorrad in Suzuka aufs Podium bringen konnte. Dass mit der #37 und der #76 in Suzuka gleich zwei BMW M 1000 RRs in die Top-5 gefahren sind, unterstreicht zudem das enorme Potenzial des Bikes. Es war eine unglaubliche Freude zu beobachten, wie das Bike die gesamte Trainingswoche über im Trockenen Siegpotenzial hatte. Der anhaltende Regen während des Rennens hat die Verhältnisse etwas verzerrt. Auf Regenreifen konnten wir nicht ganz so das Optimum rausholen, wie es auf Slicks der Fall war. Bei diesen schwierigen Bedingungen haben Steven, Markus und Mickey unglaubliche Arbeit geleistet und stehen verdient als bestes permanentes FIM-EWC-Team auf dem Podium. Sie repräsentieren den gesamten Teamspirit: niemals aufgeben und als Team zusammenstehen. Das zeichnet uns aus, und dafür möchte ich mich bei den Fahrern, bei Werner Daemen, unserem Crewchief Romain LaMonica, den Teamleitern in München sowie dem gesamten Team bedanken. Jetzt haben wir alle gemeinsam ein Ziel: Wir gehen mit 19 Punkten Rückstand in den Bol d’Or. Das ist eine schwierige, aber lösbare Aufgabe. Wir glauben an den Weltmeistertitel!“

Werner Daemen, Teammanager BMW Motorrad World Endurance Team: „Das ist ein Meilenstein für uns, für alle europäischen Marken und besonders für BMW. Wir arbeiten seit 2020 darauf hin, das zu erreichen. Im vergangenen Jahr waren wir schon sehr nah dran; dieses Jahr haben wir das Podium geholt. Und ich bin mir zu 100 Prozent sicher: Wenn es nächstes Jahr so weitergeht, können wir auch um den Sieg fahren. Ich bin wirklich sehr glücklich.“

Michael van der Mark, BMW Motorrad World Endurance Team: „Wir können wirklich stolz auf den dritten Platz sein. Die gesamte Woche über waren wir sehr stark, und hier in Suzuka auf dem Podium zu stehen, ist einfach großartig. Das Rennen hat mir richtig Spaß gemacht, auch wenn mein letzter Stint aufgrund der langen Safety-Car-Phase etwas langweilig war. Ich hatte viel Spaß auf dem Bike. Die Streckenbedingungen haben sich zunächst kaum verändert, und selbst als sie schwieriger wurden, waren wir immer noch sehr schnell. Es war toll, vorne mitzufahren und um einen Podestplatz zu kämpfen. Am Ende hat die Rennleitung die richtige Entscheidung getroffen, das Safety Car auf die Strecke zu schicken, denn wegen des starken Regens waren die Bedingungen bereits einige Runden lang sehr tückisch. Es ist einfach ein tolles Gefühl, gemeinsam mit meinem Team und BMW auf dem Podium zu stehen. Wir haben den ganzen Winter über hart gearbeitet, und seit unserer Ankunft hier waren wir alle drei durchgehend sehr schnell. Dieser Podestplatz in Suzuka ist ein schönes Geschenk für das gesamte Team und für BMW.“

Markus Reiterberger, BMW Motorrad World Endurance Team: „Endlich haben wir in Suzuka den Sprung aufs Podium geschafft. Ich bin schon seit vielen Jahren mit diesem Motorrad und diesem Team hier – und jetzt haben wir es endlich geschafft. Herzlichen Glückwunsch an das gesamte Team, sie haben sich diesen Erfolg wirklich verdient. Es war ein langer und harter Weg. Wir hatten auf trockene Bedingungen gehofft, denn ich glaube, dann wäre sogar noch mehr möglich gewesen. Im Regen war es für uns nicht ganz so einfach. Das Team hat einen herausragenden Job gemacht, und wir sind im Kampf um die Weltmeisterschaft wieder voll dabei – und das ist das Wichtigste.“

Steven Odendaal, BMW Motorrad World Endurance Team: „Ich möchte dem gesamten Team ein riesiges Dankeschön aussprechen. Jeder hat bis an seine Grenzen gearbeitet. Wir sind hierhergekommen, um um den Sieg zu kämpfen, und der dritte Platz ist ein großartiges Ergebnis. Ein großes Kompliment an meine Teamkollegen – sie haben einen herausragenden Job gemacht. Jetzt freuen wir uns darauf, im nächsten Jahr zurückzukommen.“

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