FIM EWC: Weltmeister!

20. September 2026

Le Castellet. Das BMW Motorrad World Endurance Team ist der neue Weltmeister in der FIM Endurance World Championship (FIM EWC)! Beim abschließenden 24-Stunden-Rennen, dem prestigeträchtigen Bol d’Or in Le Castellet, holten die Fahrer Michael van der Mark, Markus Reiterberger und Steven Odendaal mit der #37 BMW M 1000 RR nicht nur den dominanten Sieg, sondern sie schrieben Geschichte: Es ist der erste Weltmeistertitel für einen europäischen Hersteller in der FIM EWC. Auch für das Team, Teamchef Werner Daemen und die Fahrer ist es der erste Titelgewinn auf der Langstrecke.

Noch vor einem Jahr spielte sich an gleicher Stelle ein Drama ab: Bereits damals hatte das BMW Motorrad World Endurance Team die Hand schon fest am Weltmeisterpokal. Doch keine halbe Stunde vor der Zieldurchfahrt machte ein technischer Defekt alle Träume zunichte. Dies motivierte jedoch alle nur noch mehr für die Saison 2026. Und wo es im vergangenen Jahr Tränen der Enttäuschung gab, flossen nun die Freudentränen.

In allen vier Rennen der FIM EWC 2026 zeigten Team und Fahrer, dass sie wieder ein großer Titelfavorit sind. Beim Saisonauftakt, den 24 Stunden von Le Mans, führten sie bis in die Morgenstunden, fielen dann aber aufgrund von Problemen zurück. Es folgte der umjubelte Sieg der #37 BMW M 1000 RR beim 8-Stunden-Rennen in Spa-Francorchamps. Bei der dritten Saisonstation, den Suzuka 8 Hours gelang van der Mark, Reiterberger und Odendaal mit Rang drei das erste Podium für einen europäischen Hersteller bei dem japanischen Klassiker. Damit verkürzte das Team in der WM-Wertung seinen Rückstand auf Spitzenreiter YART (Yamaha) vor dem Finale auf 19 Punkte.

In Le Castellet gab es für das Team also nur ein Ziel: als Verfolger die maximale Punkteausbeute zu holen. Und das setzte es dominant um. Van der Mark, der in dieser Saison neu als Stammfahrer im Team ist und zuvor noch nie auf der französischen Strecke gefahren ist, war Schnellster in der Qualifikation. Er und Reiterberger holten, basierend auf der Kombination der besten Zeiten, die Poleposition und fünf Punkte. Die Führung nach acht und 16 Rennstunden brachte zehn weitere Zähler ein, und für den Sieg gab es noch einmal 40 Punkte. Schlüssel zum Erfolg waren das Können und der Speed der Fahrer, die perfekte Arbeit in der Box sowie die Performance, die Zuverlässigkeit und die Kraftstoffeffizienz des Motorrads. So war der Verbrauch der BMW M 1000 RR niedriger als der der Konkurrenz, wodurch das Team über die Distanz weniger Boxenstopps absolvieren musste und damit Zeit sparte.

Nach 24 reibungslosen Stunden überquerte Reiterberger, vom Team an der Boxenmauer frenetisch umjubelt, mit der #37 BMW M 1000 RR auf Platz eins die Ziellinie. Rivale YART beendete das Rennen auf Rang drei und war damit in der Weltmeisterschaftswertung um vier Punkte geschlagen.

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Stimmen zum Weltmeistertitel.

Markus Flasch, Leiter BMW Motorrad: „Die herzlichsten Glückwünsche an das gesamte BMW Motorrad World Endurance Team und alle bei BMW Motorrad Motorsport, die das möglich gemacht haben. Wir sind mehr als stolz auf euch! Der dritte Weltmeistertitel für unsere BMW M 1000 RR innerhalb von drei Jahren, und das mit einem weiteren Meilenstein für BMW Motorrad. Nach den beiden Titeln in der WorldSBK sind wir nun als erster europäischer Hersteller auch Weltmeister auf der Langstrecke. Dies geht nur mit Performance und Effizienz, aber vor allem nur mit Leidenschaft. Diesen Titel haben sich alle wirklich verdient.“

Sven Blusch, Leiter BMW Motorrad Motorsport: „Ich glaube, für uns alle ist das noch gar nicht wirklich zu begreifen. Die gesamte Woche war – von der ersten Trainingssession bis zur letzten Runde – eine Demonstration von BMW und davon, was die BMW M 1000 RR zu leisten fähig ist. Wir sind unglaublich stolz, den ersten Weltmeistertitel in der Endurance-Geschichte von BMW ins Haus zu holen, speziell nach den sehr schwierigen Jahren, die wir auch hatten. Ein besonderer Dank geht an Werner Daemen, der in den vergangenen Jahren einen unglaublichen Job gemacht hat. Ich glaube, er trägt weiß-blaues Blut in sich, und wir könnten uns keinen besseren Markenbotschafter an unserer Seite vorstellen. Wir haben ein perfektes Team aufgestellt, das wirklich in jedem Rennen extrem gute Leistungen gebracht hat. Auch die Fahrer sind ein würdiges Weltmeister-Trio. Niemand steht im Vordergrund, jeder stellt sich in den Dienst der Sache. Das Herausragende ist, dass sie immer als Team gefahren sind – und wir so den anderen keine Chance gelassen haben. Das extrem spannende finale Rennen dann auch noch zu gewinnen, ist für uns wirklich etwas Besonderes. Nach zwei Weltmeistertiteln in Folge auf der Superbike-Seite jetzt den Endurance-Titel zu holen, ist für uns ein weiteres Kapitel bei BMW Motorrad Motorsport. Ich glaube, wir stehen noch am Anfang, wir wollen weiter Geschichte schreiben und haben jetzt das Fundament dafür gesetzt. Ganz wichtig ist auch der Dank ans komplette Team, an alle an der Strecke, in München, in Berlin, in Belgien und in England. Wir sind wieder Weltmeister, zum dritten Mal in Folge, und darauf können wir sehr stolz sein.“

Christian Gonschor, Technischer Direktor BMW Motorrad Motorsport: „Das Rennen lief von der ersten bis zur letzten Runde perfekt. In der FIM EWC ist es wichtig, dass man sowohl 24-Stunden- als auch 8-Stunden-Rennen gewinnt. Es kommt auf die Technik an, auf die Fahrer, auf das Gesamtpaket und auf den Hintergrund – in München, in Berlin, und auf alle unsere Lieferanten weltweit. In der Endurance gilt es auch, als Team zusammenzuhalten. Auch bei kleinen Rückschlägen wie in Le Mans haben wir als Team noch wichtige Punkte gesammelt. Und dann haben wir mit dem Sieg in Spa und dem Podium in Suzuka gezeigt, wozu das Team und das Motorrad in der Lage sind. Hier beim Bol d’Or nun mit einem dominanten Rennwochenende als Weltmeister nach Hause zu gehen, ist toll. Wir haben auch von unseren Superbike-Erfahrungen profitiert, die Zutaten und Erfolgsrezepte aus den vergangenen Jahren hier implementiert und zusammen mit Werner Daemens Team und BMW Motorrad Motorsport eine perfekte Symbiose gefunden. Danke auch an unsere Fahrer Mickey, Markus und Steven – sie sind ein fulminantes Trio.“

Werner Daemen, Teammanager BMW Motorrad World Endurance Team: „Es ist eine Achterbahn der Gefühle und Gedanken. Wir haben dieses Projekt zusammen mit BMW vor sieben, acht Jahren gestartet, und wir wussten, dass es schwierig werden würde gegen die japanischen Marken, weil sie viel mehr Erfahrung haben. Sie haben schon in den 1970ern angefangen. Wir als junge Marke in dieser Rennszene, die 2019 hierherkam, hatten natürlich viele kleinere Probleme. Wir haben etwas aufgebaut – und das ist ein sehr wichtiger Punkt: Wir haben nicht nur das beste Motorrad aufgebaut, sondern auch das beste Team. Und zusammen mit BMW, mit der harten Arbeit und dem guten Material, das sie uns geben, waren wir dieses Jahr wirklich ganz oben. Ich bin sehr stolz, für BMW den Titel geholt zu haben.“

Markus Reiterberger, BMW Motorrad World Endurance Team: „Endlich haben wir es geschafft. Im vergangenen Jahr hatten wir ein bisschen Pech, deshalb war ich im letzten Stint etwas nervös. Aber am Ende hat es geklappt. Ich freue mich so für meine Teamkollegen: Sie waren unglaublich stark, wie das ganze Team. Ich weiß nicht, wie lange ich schon mit BMW in dieser Serie fahre, und ich kann kaum in Worte fassen, wie wir uns jetzt fühlen. Ich bin allen so dankbar – und jetzt lasst uns das feiern.“

Michael van der Mark, BMW Motorrad World Endurance Team: „Dieses Jahr haben Werner, das Team und BMW noch einmal einen Schritt gemacht. Sie waren davor schon wirklich gut, aber jetzt haben sie das nächste Level erreicht. Wir Fahrer, Markus, Steven und ich, haben uns immer gegenseitig geholfen und gepusht. In Le Mans hatten wir noch Pech, aber danach waren der Sieg in Spa und das Podium in Suzuka schon etwas Besonderes. Hier mussten wir nun die Poleposition holen und gewinnen – und genau das haben wir getan. Natürlich braucht man manchmal auch ein bisschen Glück, aber das hatten BMW, Werner und das Team dieses Jahr auf ihrer Seite. Ich bin wirklich happy!“

Steven Odendaal, BMW Motorrad World Endurance Team: „Ich könnte nicht glücklicher sein. Wir versuchen schon sehr lange, diese Weltmeisterschaft zu gewinnen. Sie so zu verlieren, wie wir es im vergangenen Jahr getan haben, war einfach bitter. Umso schöner ist es, sie dieses Jahr zu holen. Wir sind drei sehr starke Fahrer in einem fantastischen Team. Werner, seine Mannschaft und die Jungs bei BMW haben einen unglaublichen Job gemacht. Das Bike ist wirklich großartig. Vielen Dank an alle, die das möglich gemacht haben.“

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