Balaton Park. Großer Podiumsjubel am Samstag und Schockmomente am Sonntag: Am vierten Rennwochenende der FIM Superbike World Championship 2026 (WorldSBK) auf dem Balaton Park Circuit erlebten BMW Motorrad Motorsport und das ROKiT BMW Motorrad WorldSBK Team die Höhen und Tiefen, die der Rennsport bieten kann. Am Samstag hieß es: Miguel Oliveira ist zurück auf dem Podium! Am Sonntag folgte die bittere Wendung. Im Superpole Race wurden sowohl Oliveira als auch Teamkollege Danilo Petrucci unverschuldet so verletzt, dass sie in Rennen zwei nicht antreten konnten.
Oliveira zeigte schon früh am Wochenende, dass mit ihm auf dem Balaton Park Circuit zu rechnen ist. In der Superpole-Qualifikation holte er mit seiner #88 BMW M 1000 RR Startplatz vier. Diesen setzte er im ersten Hauptrennen am Samstagnachmittag in seine vierte Podiumsplatzierung der Saison um: Platz drei für Oliveira. Teamkollege Petrucci hatte mehr zu kämpfen und beendete das Rennen auf Rang elf.
Voller Optimismus ging das Team in den Sonntag. Tatsächlich hatte Oliveira einen hervorragenden Start in das Superpole Race. Doch dann kam es zu einer Kollision mehrerer anderer Piloten, in deren Folge auch Oliveira zu Boden gerissen wurde. Das Rennen wurde abgebrochen. Eine erste Diagnose im Medical Center lautete auf eine Gehirnerschütterung und eine Verletzung der linken Schulter. Um dies näher abzuklären, wurde Oliveira in ein Krankenhaus gebracht.
Beim Restart des Superpole-Rennens wurde dann Petrucci heftig von einem Mitbewerber getroffen. Er konnte das Rennen zwar fortsetzen und sich auf Rang 16 ins Ziel kämpfen. Danach wurde jedoch durch die Rennärzte eine durch den Kontakt verursachte Prellung der linken Hüfte diagnostiziert und Petrucci als nicht fit für Rennen zwei erklärt.
Sven Blusch, Leiter BMW Motorrad Motorsport: „Es war ein Wochenende, an dem wir alle Emotionen erleben mussten. Der große Jubel am Samstag: Miguel zurück auf dem Podium! Und wir konnten sehen, dass wir uns in der Pace weiter gesteigert haben. Wir waren noch einmal schneller als im vergangenen Jahr, und wenn alles planmäßig gelaufen wäre, wäre das Podium in allen drei Rennen definitiv möglich gewesen. Doch der Sonntag wurde zu einem schwarzen Tag für uns. Zunächst der schwere Sturz von Miguel, der im Superpole Race unverschuldet in eine Kollision gezogen wurde. Das war ein großer Schock, dazu kam die anfängliche Ungewissheit. Zum Glück kam eine erste, wenn auch vorsichtige, Entwarnung. Aber wir müssen nun weiter abwarten, was die weiteren Untersuchungen im Krankenhaus ergeben. Beim Restart wurde dann auch noch Danilo von einem Mitbewerber so heftig getroffen, dass auch er sich verletzt hat. Zwar konnte er das Rennen noch zu Ende fahren, aber auf Grundlage der Untersuchungen im Medical Center nach Rennende wurde entschieden, dass er in Rennen zwei nicht antreten darf. Wir wünschen unseren beiden Fahrern gute und schnelle Besserung und werden sie bei ihrem Genesungsprozess maximal unterstützen! Auf der technischen Seite werden wir bis Most nun die positiven Erkenntnisse vom Wochenende auswerten, um den Aufwärtstrend weiter fortzusetzen.“
Christian Gonschor, Technischer Direktor BMW Motorrad Motorsport: „In erster Linie wünschen wir beiden Fahrern eine gute Besserung und hoffen auf eine baldige Rückkehr, um gemeinsam in Most an die starken Leistungen vom Samstag hier in Ungarn anzuknüpfen. Es hat uns sehr gefreut, mit Miguel ein sehr starkes Qualifying zu haben und am Ende des Tages mit Platz drei im Hauptrennen unsere eindeutige Podiumsfähigkeit zu zeigen. Das Qualifying hätte sogar noch besser sein können: Ohne die gelben Flaggen wäre Miguel auf Platz zwei gefahren. Das zeigt eindeutig, dass wir eine schlagkräftige Mannschaft und Fahrerpaarung haben. Am Sonntag konnten wir die starke Performance leider aufgrund einer Verkettung unglücklicher Umstände nicht in das Superpole Race und das zweite Rennen übertragen. Mit dem Ausfall beider Fahrer geht ein hoffnungsvolles Wochenende zu Ende. Aber wir können mit viel Selbstbewusstsein nach Most reisen und hoffen dort, mit zwei gesunden Fahrern erneut ums Podium zu kämpfen, um die Meisterschaft weiterhin interessant zu halten. Wenn alles zusammenkommt, sind wir nach dem Ducati-Werksteam die zweitstärkste Kraft. Wir kämpfen weiterhin um Podien, und in der Folge hoffentlich auch wieder um Siege, und freuen uns darauf, die Stärken unseres Motorrads in Most ausspielen zu können. Wir schauen optimistisch in die Zukunft, auch wenn dieser Sonntag sehr schwer war.“