WorldSBK Phillip Island: Kampfgeist, Comeback, Teamspirit!

22. Februar 2026

Phillip Island. Die Premiere ist gelungen: Beim Saisonauftakt der FIM Superbike World Championship 2026 (WorldSBK) im australischen Phillip Island bestritten Miguel Oliveira und Danilo Petrucci ihr Debütwochenende auf ihren BMW M 1000 RRs des ROKiT BMW Motorrad WorldSBK Teams. Beide überzeugten mit starker Rennpace und sicherten sich mit guten Platzierungen im Vorderfeld wichtige erste Punkte für die Weltmeisterschaft. Nach einem positiven Samstag legten beide am Sonntag noch nach: Petrucci und Oliveira schlossen das Rennwochenende mit den Plätzen sechs und sieben im zweiten Hauptrennen ab.

Petrucci sicherte sich mit Platz sechs in der Superpole-Qualifikation am Samstag eine gute Ausgangslage für die Rennen auf der australischen Traditionsstrecke. Im ersten Hauptrennen und im Superpole Race kam er jeweils als Zehnter ins Ziel. Im zweiten Hauptrennen am Sonntag fuhr er mit seiner #9 BMW M 1000 RR bei nassen Bedingungen dann vor bis auf den sechsten Rang.

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Oliveira begeisterte die über 47.000 Fans an der Strecke in allen drei Rennen mit fantastischen Aufholjagden auf seiner #88 BMW M 1000 RR. Nach einem Sturz in der Superpole musste er jeweils von Rang 21 starten. Im ersten Rennen machte er 13 Plätze gut und kam als Achter ins Ziel. Im kurzen Superpole Race ging es vor bis auf den wichtigen neunten Rang, ehe er in der letzten Runde aufgrund von Problemen mit dem Quickshifter wieder zurückfiel. Im zweiten Sonntagsrennen preschte Oliveira um 14 Plätze nach vorn und belegte direkt hinter Petrucci den siebten Platz.

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Die WorldSBK kehrt nun nach Europa zurück. Die zweite Saisonveranstaltung wird vom 27. bis 29. März in Portimão ausgetragen. Zuvor wird das ROKiT BMW Motorrad WorldSBK Team an gleicher Stelle einen weiteren Test bestreiten.

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Stimmen nach dem Saisonauftakt.

Sven Blusch, Leiter BMW Motorrad Motorsport: „Nach der Woche hier in Phillip Island sind wir super happy. Es war ein kurzer, verregneter Winter, und wir konnten innerhalb der Woche hier in Australien extrem viel lernen. Wir haben uns von Tag zu Tag gesteigert, und beide Fahrer haben sich gegenseitig gepusht. Auch in Sachen Teamspirit haben wir gesehen, wie schnell alles zusammenwächst. Wir sind sehr happy. Danilo und Miguel sind beide sehr schnelle Fahrer, aber auch unglaublich tolle Charaktere, die super in unser Team passen. Und für uns wächst da gerade etwas Großes zusammen. Ein ganz großes Dankeschön geht auch an die Daheimgebliebenen in Berlin, München und Großbritannien, die uns über den gesamten Winter unterstützt haben. Es sind nicht nur die Leute vor Ort an der Rennstrecke, sondern ein sehr großes Team, das über den Winter die Bikes entwickelt hat. Das Wochenende hier war für uns anstrengend und fordernd, mit teils schwierigen Bedingungen, aber mit unseren Top-10-Ergebnissen und dem Abschluss mit den Positionen sechs und sieben im letzten Rennen können wir mehr als zufrieden sein. Jetzt freuen wir uns schon auf das erste Europarennen in Portimão, ein Heimrennen für Miguel. Wir sind auf einem guten Weg und möchten dort auf dem Erreichten aufbauen.“

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Christian Gonschor, Technischer Direktor BMW Motorrad Motorsport: „Phillip Island ist wie jedes Jahr eine Reise wert, mit vielen, vielen Highlights, aber natürlich auch einigen Lowlights, die am Ende wertvolle Punkte gekostet haben. Die wichtigste Botschaft, die wir mitnehmen, ist, dass wir uns vom Testbeginn am Montag bis hin zum Qualifying in jeder Session gesteigert haben, was mit der P6-Qualifikationsrunde von Danilo auf der für uns schwierigsten Strecke im Kalender eindrucksvoll bewiesen wurde. Miguel hat der Sturz im Qualifying eine bessere Chance für erfolgreiche Rennen genommen, er hat dann in den drei Rennen aber vermutlich einen neuen Rekord gebrochen mit den meisten Überholmanövern an einem Rennwochenende. Beide Fahrer haben hier in Phillip Island sowohl im trockenen Hauptrennen am Samstag als auch im Regen am Sonntag herausragende kämpferische Leistungen gezeigt. Die Plätze sechs für Danilo und sieben für Miguel im zweiten Hauptrennen waren ein super Ergebnis für BMW Motorrad Motorsport. Wir haben hier in Phillip Island mehr Punkte gesammelt als in den vergangenen beiden Jahren. Das ist eine super Ausgangsbasis für den Rest der langen Saison. Jetzt freuen wir uns auf die europäischen Rennstrecken, die unserer BMW M 1000 RR noch besser liegen und damit den Fahrern noch mehr Potenzial bieten.“

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Miguel Oliveira, ROKiT BMW Motorrad WorldSBK Team: „Wir haben über das Wochenende auf jeden Fall Fortschritte gemacht. Schade war nur, dass das Qualifying den weiteren Verlauf des Wochenendes bestimmt hat. Wir haben drei wirklich starke Aufholjagden gezeigt, besonders heute im Superpole Race, als wir uns bis auf Platz neun nach vorn gearbeitet haben. Ein kleines Problem mit dem Quickshifter verhinderte dann jedoch eine bessere Startposition für Rennen zwei. Aber am Nachmittag hatten wir noch einmal die Chance, Punkte zu holen, und das ist mir gelungen. Die Aufholjagd vom letzten Platz unter komplett nassen Bedingungen war wahrscheinlich das Schwierigste, was ich machen musste – vor allem wegen der schlechten Sicht und der tückischen Streckenverhältnisse. Aber wir sind auf dem Motorrad geblieben, was unter diesen Bedingungen schon eine Leistung für sich war, und mit Platz sieben im Ziel, ganz dicht hinter Danilo, können wir zufrieden sein. Zumindest haben wir in beiden Rennen Punkte gesammelt. Es ist sicher nicht die Position, in der wir sein wollen, aber unter den gegebenen Umständen haben wir das Maximum herausgeholt. Wir reisen definitiv erhobenen Hauptes nach Portimão, weil wir gut mit dem Motorrad gearbeitet und uns verbessert haben. Außerdem haben wir dort vor dem Rennen noch zwei zusätzliche Testtage. Ich bin sicher, dass wir dort deutlich konkurrenzfähiger sein werden.“

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Danilo Petrucci, ROKiT BMW Motorrad WorldSBK Team: „Endlich hatten wir unser erstes Rennwochenende. Wir wussten, dass es schwierig werden würde, weil wir im Winter nicht viel testen konnten. Eigentlich haben wir erst am vergangenen Montag beim Test hier richtig mit der Arbeit am Motorrad begonnen. Mein Ziel war es, in die Top-10 zu fahren, und das haben wir immer erreicht. Natürlich wollen wir mehr, aber ich kann zufrieden sein. Besonders Rennen zwei heute war wegen der schlechten Sicht und des fehlenden Grips sehr schwierig, aber wir haben es geschafft, sitzen zu bleiben und als Sechster ins Ziel zu kommen, um ein paar gute Punkte mitzunehmen. Ich muss sagen, dass ich sehr zuversichtlich in die Zukunft blicke, weil ich hervorragend mit meinem Team und meiner Crew zusammenarbeite – das macht mich glücklich. Ich kann es kaum erwarten, in Portimão wieder auf das Motorrad zu steigen.“

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